Category: Glaube Liebe Hoffnung


Es war einmal…

Singen ist Lebensfreude

Die Geschichte ist kurz und enthält trotzdem ein Universum an Gedanken. Als ich sie hörte, musste ich weinen. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann das zuletzt bei einem Interview als quasi Begleiterscheinung geschehen ist.

Es war nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges irgendwo an der Elbe in der sowjetischen Zone. Dem deutschen Soldaten winkte kein gutes Schicksal. Die russischen Soldaten hatten ihn zusammen mit anderen deutschen Soldaten gefangen genommen. In einem Holzschuppen saßen sie und warteten darauf, nach Sibirien abtransportiert zu werden. Das hatte man ihnen angekündigt.

Sibirien also, weit entfernt von der Familie, das Schicksal ungewiss, die Lage aussichtslos, die Hoffnung auf dem Nullpunkt. Was hatte dieses Leben noch für einen Wert, was für einen Sinn und warum eigentlich sollte man es noch leben?

Die russischen Soldaten saßen immer nachmittags beim Wodka zusammen und sangen russische Weisen, betranken sich und sangen und sangen. Wer kennt russiche Volksmusik nicht, wer kennt sie nicht, die „Kalinka“ ?

An einem Nachmittag fasste sich der deutsche Soldat ein Herz. Er stand auf und begann laut zu singen. Seit seiner Jugend hatte er im Chor gesungen. Singen war sein Hobby und seine Freizeitfreude gewesen. Er sang, was er sicher erinnerte, liebte und auswendig konnte: deutsche Operettenlieder.

Die russischen Soldaten hörten zu und applaudierten. Von diesem Nachmittag an musste er ihnen immer vorsingen, deutsche Operettenlieder im Angesicht von Wodka und zukünftiger  Gefangenschaft in Sibirien. Er sang sich damit ins Leben zurück, aber er wusste es nicht. Als das Lager aufgelöst wurde, entließen sie ihn nach Hause zu seiner Frau und den Kindern.

Vom Zauber des Singens und der Musik könnte man schreiben. Vom Mut eines Mannes, seine Stimme einfach zu erheben, könnte man schreiben. Von der Hoffnung, die sich darin einen Weg gebahnt hatte, könnte man schreiben. Welche Assoziation auch immer – sie führte noch siebzig Jahre danach zu Tränen der Rührung und der Freude über die Kraft der Musik und ihre Fähigkeit, Menschen zu verwandeln.

 

Weihnachten – Fest des Lebens 

Oder

Das Leben birgt Risiken, die man nur Hand in Hand bewältigen kann 

Oder

„Show me“ im Berliner Friedrichstadt – Palast 

Oder

Duo Aragorn – Varieté ist ihr Leben!

Berlin: Friedrichstadtpalast

Manchmal kommen Weihnachtsgeschichten überraschend auf uns zu, beginnen zu leben von einer Sekunde zur anderen, aus sich selbst heraus. Dies ist so eine Geschichte – das heißt, eigentlich die Geschichte eines Paares, das auf den Varietébühnen der Welt „Duo Aragorn“ heißt. Luftakrobatik ist ihr Beruf. Luftakrobatik? Welch ein leeres Wort für das, was dieses Paar zu zeigen hat. Zeigen? Welch ein leeres Wort für das, was dieses Paar den Augen, Gedanken und Gefühlen als Fest und Fragenkatalog mit auf den Heimweg gibt. View full article »

Ort: Michaeliskirche, 21149 Hamburg, Cuxhavener Str.323

Sonntag, 9. Dezember 2012, 11 Uhr

Thema: Prophetinnen, die weibliche Stimme Gottes

Zum zweiten Mal in diesem Jahr am altgewohnten Platz zum 2. Advent hat die Dekade-Gruppe der Michaelisgemeinde in Hamburg Neugraben ihren Dekade Gottesdienst vorbereitet. Die in wechselnder Zusammensetzung arbeitende Frauengruppe ist schon seit 20 Jahren aktiv. Geleitet wird sie von Renate Gresens, Trägerin der Bugenhagen Medaille der evangelischen Nordkirche, der höchsten Auszeichnung, die die Nordkirche zu vergeben hat.

Gottesdienst, gestaltet von: Renate Gresens, Diana Krekow,Renate Lehmann,  Heidi Leuteritz, Lisa P., Johanna Renate Wöhlke

Vorbereitung und Durchführung liegen in den Händen der Frauen. View full article »

Kerzen brennen und vergehen

Keiner hier wird von mir jemals etwas darüber lesen, dass ich mich über religiöse Feste -  welcher Religion auch immer -  lustig mache. Dazu gehört auch Weihnachten, das Fest meiner Religion.

 

Ein jeder zelebriere es auf seine Weise – oder auch nicht –  und gebe auf seine Weise der Freude darüber Ausdruck, dass ein in die Welt gekommener, geborener Mensch der Inbegriff aller Chancen und Hoffnungen, aber auch aller Risiken und Traurigkeiten ist, die wir Menschen kennen.

 

Für mich als Christin ist das der Sinn dieses Festes in seiner säkularisierten  und gerade dadurch auch heiligen Form: Freude über das Leben, Freude über das In-der-Welt-sein, Freude für alles Neue und noch nicht Erlebte, Freude über Sonne und Wind, Wolken und Meer, Sterne und Galaxien, Leben und Tod.

 

Diese Freude ist es, die durch das Leben tragen kann und die Tage zu ertragen hilft, an denen es uns nicht gut geht und die Dunkelheit in uns regiert. Das Licht ist es, das uns den Weg weist, nicht der Schatten.

 

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Freunden eine gute und erwartungsvolle Zeit auf das, was uns immer wieder neu herausfordert: das Leben.

Zum 90. Geburtstag von Jörg Zink erscheint in “Publik-Forum Extra”, dem Magazin für Spiritualität und Lebenskunst, eine Würdigung seines Lebens und Wirkens:

 

Jörg Zink

 

Hier der Link zur Seite von Publik Forum

Hier der Link zur Seite von Wikipedia über Jörg Zink

Hier der Link zu Hans Küng, Begleiter und Freund im “Weltethos”

Hier der Link zur “Goldenen Regel” der Gegenseitigkeit durch die Jahrtausende und Religionen hindurch

 

 

 

 

In meiner Kirchengemeinde, der Michaeliskirche Hamburg Neugraben

die vier Chöre

Herzliche Einladung für die Veranstaltung am 10.Oktober 2012, 10 Uhr in der Michaelisgemeinde, Hamburg Neugraben.

Gesprächskreis für Frauen

 

Vom Gerne-alt-werden

 

 

 

Großer Stauden- und Kreativ-Markt der “Krebsfürsorge Bremervörde-Zeven e.V.”

15. September 2012, 9 bis 14 Uhr, Rathausplatz Bremervörde

Von 10 bis 14 Uhr werde ich dabei sein und ausgewählte Texte aus meinen Büchern und Manuskripten lesen

Wer Krebs hat und hatte, hat keine Wahl: Er muss sich mit dem Gedanken vertraut machen, mit Ängsten und Unsicherheiten leben zu müssen. Auch das Leben nach einer erfolgreichen Therapie ist nicht mehr dasselbe, das es war – für viele eine anstrengende, tägliche Aufgabe, die es zu bewältigen gilt. Diplom Psychologin Anna-Maria von Appen: „Krebspatienten und ihre Familien erleben, dass nichts mehr so ist, wie es vorher war, man möchte miteinander sprechen, aber es fehlen die Worte. Was vertraut war, scheint plötzlich fremd.“

Krebsfürsorge Bremervörde-Zeven macht Mut zum Leben

Auch entfernt der großen Ballungszentren, auf dem Lande, finden sich Möglichkeiten, beratend und unterstützend zu begleiten. Die „Krebsfürsorge Bremervörde-Zeven e.V.“ ( Landkreis Rotenburg-Wümme) zum Beispiel blickt auf  langjährige Erfahrungen und Entwicklungen zurück. 1988 gründeten Betroffene, Angehörige und engagierte Bürger/innen aus Eigeninitiative und Notwendigkeit heraus den Verein. Seit Gründung der Krebsfürsorge lebt der Verein von öffentlichen Zuschüssen, Spenden und ehrenamtlicher Unterstützung.

Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt “mit einem Team von fachlich qualifizierten Mitarbeitern Krebserkrankten und ihren Angehörigen beim Umgang mit der Erkrankung zu helfen. Wir möchten die Menschen auf ihrem Weg durch Diagnostik, Therapie und Nachsorge begleiten und so mithelfen, eigene Stärken und Fähigkeiten zu nutzen, zu erweitern und den Lebensmut wieder zu finden.  Mit unserem individuellen Beratungsangebot sowie mit unseren Gruppenangeboten und Projekten möchten wir Ihnen möglichst vielfältig Unterstützung anbieten.“

Buntes Treiben

 

Seit zehn Jahren organisiert die Krebsfürsorge einen Pflanzen – und Staudenmarkt, der in Bremervörde stattfindet. In diesem Jahr am 15. September von 9 bis 14 Uhr. Anna-Maria von Appen: „Der Markt soll vor allem die Berührungsängste reduzieren und ein soziales Netz zwischen  Betroffenen und Gesunden knüpfen. Und der Kreis ist in den 10 Jahren, seit wir den Markt machen, tatsächlich gewachsen. Alle freuen sich auf das Ereignis.“

Hoffnung im Miteinander leben und entwickeln, sich stützen und begleiten, füreinander ein soziales und emotionales Netzwerk bilden – dies geschieht im Team der Krebsfürsorge Bremervörde-Zeven e. V. auf  vorbildliche Weise.

 

www.krebsfuersorge.de

 

Erschienen 2001 als Sammelband vieler moderner Glaubensbekenntnisse

Mein Glaubensbekenntnis auf Seite 56:

 

Für unser Leben und Sterben

 

Ich glaube an die Kraft Gottes,

die kein Bild und keinen Namen hat,

uns aber so viele verschiedene Bilder und Namen schenkt,

um sie zu beschreiben.

 

Ich glaube an die Kraft Gottes für unser Leben und Sterben,

Lachen und Weinen, Denken und Fühlen,

Lieben und Hassen, Sprechen und Schweigen,

Streiten und Versöhnen, Zerstören und Heilen.

 

Ich glaube an die Kraft Gottes,

die kein Bild und keinen Namen hat,

uns aber so viele verschiedene Bilder und Namen schenkt,

um sie zu beschreiben.

 

Ich glaube an die Kraft Gottes in mir,

der ich Bilder und Namen gebe

und der Du Bilder und Namen gibst,

wo immer Du auch lebst auf dieser Welt.

Amen.

Stellungnahmen von Jörg Zink und Martin Dolde

 

 

Manchmal stellen Freunde wichtige Fragen – und man muss sich damit beschäftigen, ob man will oder nicht. Hier eine davon:

Soll man überhaupt moralisch sein? ( Frage von Wolf Tekook)

Diese Frage hast Du also als Einstieg in eine Diskussion gemeint. Dafür taugt sie wohl sehr gut in ihrer provozierenden Art. Also antworte ich gerne auf eine Kernfrage menschlichen Handelns im Jahre 2012 n.Chr.

 

Wen wollen wir zuerst antworten lassen? Die Zehn Gebote, den Koran, die humanistische Aufklärung, das Völkerrecht, das bürgerliche Gesetzbuch, die katholische Soziallehre, Freud,das Handelsgesetzbuch, den Internationalen Gerichtshof…Endlosschleife? View full article »