Category: Reisen durch Kultur und Zeitgeschichte
Vor 60 Jahren ratifizierte die Bundesrepublik Deutschland den Vertrag von Bretton Woods
Aus New York kommend sind es nicht weniger als vier Bundesstaaten, die wir durchqueren: New York, Connecticut, Massachusetts und New Hampshire. Wir sind im Nordosten der USA auf der Fahrt in die White Mountains. Der Weg, den wir von New York aus nach Norden in die White Mountains von New Hampshire gewählt haben, führt uns über die Interstate 95 bis Boston, dann die Interstate 93 bis zum Squam Lake Richtung Conway. Immer mehr dünnt sich das hektische und laute Treiben der Städte aus und macht der schweigenden Natur Platz.
Es ist ein stilles Land, ein Land wie ein ruhig dahin fließender Fluss, der mitnimmt auf eine Reise in ein unbekanntes Land mit unbekannten Ufern. Gleichzeitig ist es Amerika, wie man Amerika als Auto fahrender Europäer erwartet: endlos die Interstate, geruhsam zu fahren, kein Drängeln, kein aggressives Überholen. Der dauernd aktive Fuß auf dem Gaspedal hat hier Pause, ein Hoch auf Geschwindigkeitsbegrenzungen! So könnte es auch in Deutschland sein. Die Augen können flanieren zwischen Himmel und Erde. View full article »
“Ich kann mir keine kraftvollere, gewaltig sexuelle Leidenschaft, keine perfektere sensuelle Ekstase vorstellen.”
Es gibt Geschichten, die müssen anders erzählt werden als Geschichten üblicherweise erzählt werden, weil sie sich nicht in eine übliche Form pressen lassen. Dies ist so eine Geschichte, eine Reisegeschichte, eine dem Zufall geschuldete, nein, verdankte Geschichte. Eine Reisegeschichte? Ja, vielleicht auch das, eine Reisegeschichte. Es geht um den Friedensnobelpreisträger, Polarforscher, Staatsmann und norwegischen Nationalhelden Fridtjof Nansen, den Zufall, Irritationen, Überraschungen und sexuelle Ekstase. Diese Mischung ist es wert, ein wenig untersucht zu werden.
Nansen begegnete mir wie gesagt zufällig in der kleinen norwegischen Stadt Tromsø nördlich des Polarkreises im Polar Museum dort. Zufälle sind es, die interessante Begegnungen hervorbringen. Immer wieder Zufälle.
Dies sind die Kernfakten: Es geht um Aktfotos, die er als 67jähriger von sich gemacht und der 30 Jahre jüngeren amerikanischen Journalistin Brenda Ueland gesandt hatte, in die er verliebt war – er zum zweiten Mal verheiratet, sie in einer lesbischen Beziehung mit einer anderen Frau, gemeinsam hatten sie eine Affäre, so heißt es. Für Nansen eine von vielen, so heißt es ebenfalls. Zwei Jahre später starb er. Es geht um erotische Nacktfotos eines Friedensnobelpreisträgers, einer norwegischen Nationalikone, moralische Integrität eingeschlossen. View full article »
Mit dem Museumzug durch Bergen
Bahn fahren in alten Zügen und Museumszügen, das ist an vielen Orten dieser Welt möglich. Da gibt es viele Möglichkeiten einzusteigen und nostalgischen Träumen nachzugeben – für die Dauer einer eindrucksvollen Fahrt mit oder ohne Dampf. Wer zum Beispiel schon einmal in Deutschland mit der Brockenbahn im Harz auf den Brocken gefahren ist – und im Sommer vor lauter Gästen keinen Sitzplatz mehr bekam – der weiß, welch besondere Faszination von diesen alten Zügen ausgeht. View full article »
Vor 60 Jahren ( 28. Juli 1952) ratifizierte die neu gegründete Bundesrepublik Deutschland den Vertrag von Bretton Woods und trat damit diesem System fester Wechselkurse bei.
Vor 68 Jahren trafen sich zum Ende des Zweiten Weltkrieges im amerikanischen Bretton Woods die Finanzminister und Notenbankgouverneure von 44 Staaten der Erde und begründeten ein neues Weltwährungssystem.
Wikipedia schreibt dazu:
“Als Bretton-Woods-System wird das nach dem Zweiten Weltkrieg neu geordnete internationale Währungssystem von festen Wechselkursen bezeichnet, das vom goldhinterlegten US-Dollar als Leitwährung bestimmt war. Die Idee eines Systems fester Wechselkurse ging ursprünglich auf David Ricardo (1772–1823) zurück; die tatsächliche Umsetzung folgte einem Vorschlag von Harry Dexter White.
Benannt wurde das System nach dem Ort Bretton Woods im US-Bundesstaat New Hampshire, wo die Finanzminister und Notenbankgouverneure von 44 Staaten der späteren Siegermächte[1] vom 1. bis zum 22. Juli 1944 zur Konferenz von Bretton Woods zusammenkamen und zum Abschluss das Bretton-Woods-Abkommen unterzeichneten. Zur Kontrolle und Durchsetzung des Abkommens wurden in der Folge die Bretton-Woods-Organisationen bzw. -Institutionen Weltbank und Internationaler Währungsfonds (IWF) geschaffen.
Die Bundesrepublik Deutschland trat dem System fester Wechselkurse 1949 (also im Jahr ihrer Gründung) bei; mit Gesetz vom 28. Juli 1952 wurde das Abkommen (gleichzeitig mit dem Abkommen über die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) ratifiziert.[2] Anfang der 1970er Jahre wurde das Bretton-Woods-Abkommen aufgegeben, die Institutionen bestanden jedoch mit teils veränderten Zuständigkeiten fort.”
So sieht es am Verhandlungsort heute aus.
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Fotos: Johanna Renate Wöhlke und Winfried Wöhlke/ Bretton Woods im Mai 2012












