Category: Gedichte


Samen und Blüten der Physalis

Frühlingsdank an eine alte Physalisblüte

Oder

Das Leben ist nicht teilbar

 

Was wächst aus dem vergehenden Alten?

Das keimende Neue.

Was wächst aus dem keimenden Neuen?

Das blühende Jetzt.

Was strömt aus dem blühenden Jetzt?

Das kommende  Alte.

Was vollendet das kommende Alte?

Das vergehende Alte.

Frühling,

nun wächst aus dem vergehenden Alten

Das blühende Jetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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So sieht er schon mal aus…

Der Granatapfelkernentferner   Oder

Willkommensgruß für ein neues Familienmitglied

 

Du bist der lebende Beweis,

dass ich von Äpfeln noch nicht alles weiß.

Ich weiß auch nichts von ihren Kernen

und von der Art, sie zu entfernen.

 

Mit Dir wird sich das ändern!

 

Granatäpfel, ihr Runden,

nur noch ein paar Stunden,

dann hab ich es geschafft

und schlürfe euren Saft!

 

Der Mammutbaum

Oder

Die Einsicht in die eigene Größe ist relativ…

 

Muir Woods

Es war einmal ein Mammutbaum,

der träumte einen Mammuttraum.

Es zog ihn zu den Sternen hin,

so hoch zu wachsen, war sein Sinn.

 

Doch als er dann ein Menschlein sah

so winzig seiner Rinde nah,

erwachte die Zufriedenheit:

„Ich bin doch zu beneiden.

Da kann ich mich bescheiden…“

 

San Francisco, 7. Februar 2014, Muir Woods – Mammutbäume in Kalifornien

Es begab sich an einem Mittag in Pertisau – genau so, wie hier beschrieben :)

Die Mittagsüberraschung

Der ewige Baum

Ich bin ein Stein.

Was bin ich für ein Stein!

Bin ich nicht schön? Gefalle ich Euch?

Ich war und bin der Stein und werd` es immer sein.

Mensch, darauf kannst du dich verlassen

von Ewigkeit zu Ewigkeit.

(Als die das Prinzip der Liebe immanent verwaltende Evolution das Gehirn entwickelte, wusste sie noch nichts von  den unendlichen Möglichkeiten der realitätsgeleiteten Phantasie. Wie schön, wie schön. So gibt sie uns immer wieder neue Rätsel auf und schafft uns neue Gedanken bis zu unserem individuell gelebten jüngsten Tag)

25 Millionen Jahre Ewigkeit – Braunkohletagebau Profen ( Sachsen-Anhalt) 2013

 

Eine kleine Fotoauswahl zur Veranstaltung am 21. März 2013 in der GEDOK in Hamburg

Christa Krohne-Leonhardt hat die Lesung geplant

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die bildende Künstlerin Hannelore Malzahn aus Hamburg schuf vier Bilder zu Frühlingsgedichten von Johanna Renate Wöhlke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Christa Krohne-Leonhardt stellt Johanna Renate Wöhlke vor und liest auch vier ihrer Gedichte während der Veranstaltung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Lesen macht Freude

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Frühlingsgedichte und andere aus dem Buch Federpferde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Danke zum Schluss

 

 

 

 

Frühlingssehnsucht

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Frühlingssehnsucht

Verlauf Dich bald im Tulpenwald.

Wärm Deine Hände in Narzissen.

Wir warten alle schon auf Dich

und Deiner Küsse Leckerbissen!

Frühlingssehnsucht aus dem Schnee geboren…

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Frühlingssehnsucht

Ein Menschenherz ersehnte sich

nur eine Tüte warme Luft aus fernen Landen,

denn warm sollte sie sein

und es den Winter angenehm vergessen machen.

Nur eine Tüte warme Luft!

Ein Tütenwunder fand sich nicht,

nur diesem kleinen Wunsch verliehen die Gedanken Flügel.

Der schwebte über Wälder, Meere, Hügel

und kam sehr leicht und froh fern in der Wärme an.

Er sonnte sich in warmen Schöngedanken,

erlebte alles Warme ohne Schranken

und kam zurück –  als wohlige Gedächtniswatte.

Bis heute war das alles, was er hatte…

20. März 2013

Novemberbirke

Novemberbirke, quittengelb,

strahlt sich in den Winter aus,

schwingt sich ein in Frost und Kälten,

träumt den Traum von Wärmewelten länger als gedacht,

welche Zauberpracht.

Novemberbirke 2012

Der Hausfrauenalltag und seine Auswirkungen auf die Lyrik und die Fotografie! Hier ist ein weiteres Ergebnis: